Kulturlandprojekte

 

„Kulturland Brandenburg" ist seit 1998 als eine Dachkampagne mit jährlich wechselndem Thema im Land etabliert. In Kooperation mit unterschiedlichen Partnern konzipiert und organisiert Kulturland Brandenburg kulturelle Projekte, insbesondere auch an den Schnittstellen zu Wissenschaft, (kultureller) Bildung und Tourismus.

Das Netzwerk initiiert, unterstützt und qualifiziert kulturelle, touristische und wissenschaftliche Potentiale im Land und lädt Bewohner und Besucher der Region ein, das kulturelle Erbe und die kulturelle Vielfalt des Landes zu entdecken.

http://www.kulturland-brandenburg.de/

 

AG Historische Stadtkerne

Perleberg ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg. Die AG stellt jährlich zum jeweiligen Kulturlandthema seit 2004 unter einem auf die historischen Stadtkerne zugeschnittenen Projekttitel jeweils circa 8 ausgewählte Mitgliedsstädte mit einem eigenen Beteiligungsbeitrag im Verbund vor. In Brandenburg gehören mittlerweile 31 Städte mit historischen Stadtkernen zu diesem Netzwerk, das neben städtebaulichen Aspekten die touristischen Potentiale stärken will.

http://www.ag-historische-stadtkerne.de/ AF HIS Stadtkern

 

 

Kontakt:

Stadt Perleberg

Frau Hennies

Tel.: 03876/781-404

Informationen:

 

www.stadt-perleberg

www.ag-historische-stadtkerne.de

www.kulturland-brandenburg.de


 

Kulturland 2017

 

„Wort & Wirkung. Luther und die Reformation in  Brandenburg“

AG-Thema: „Reformieren – Eine Bewegung findet Stadt“

Perleberg: „Religionen – Reformation - Räume“

 

Als sich die Perleberger Bürger vor fünf Jahrhunderten zum Protestantismus bekannten, ging es um die „Freiheit eines Christenmenschen“. Was dieses bedeutete, stellt das Perleberger Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt „Religionen – Reformation –Räume“ vor, das das städtische Kulturamt mit dem Kirchenkreis Prignitz und weiteren Partnern als Beteiligungsbeitrag im Kulturlandthemenjahr „Wort & Wirkung. Luther und die Reformation in Brandenburg“ zum 500. Reformationsjubiläum zusammengetragen haben.

 

Das anspruchsvolle Programm und interessante Ausstellungen führen in Perleberg an Veranstaltungsorte zwischen St. Jacobi-Kirche, Klosterresten, Bürgerbauten, Judenhof und Museum am Mönchort; sie thematisieren Glaubensfragen, Stadtkultur, Baustruktur und Stadtsanierung. Die Kooperationspartner beleuchten das Verhältnis zwischen Christen und Juden, Predigern und Bürgern, Bewohnern und ihrer Stadt. Die Reformation ist ein urbanes Ereignis, das Stadt, Gesellschaft, sowie die Sicht auf das Verhältnis zwischen Gott und Menschen nachhaltig veränderte. Eine Betrachtung von Stadträumen, Zwischenräumen, Freiräumen, Denkräumen, Innen- und Außenräumen verheißt schließlich eine erkenntnisreiche Sicht auf den eigenen Lebensraum. Die religiösen Örtlichkeiten im Stadtraum sind daher nicht nur als Denkmale zu betrachten.

 

Eine Ausstellung im Stadtraum setzt die sakralen Bauwerke mit ihrer Funktion zur Zeit der Reformation in Beziehung zur gegenwärtigen Stadtkultur und vermittelt, welchen Wandel Luthers Reformgedanken schließlich bewirkten. Kinder dürfen sich an einer Gutenberg-Presse versuchen und erfahren Hintergründe über die medienpolitische Bedeutung des Buchdruckes zur Lutherzeit. Vorträge führen in die geistigen Strömungen ein, aus denen sich heute Sprache und Geist nähren. Zahlreiche kirchenmusikalische Aufführungen sprechen die Sinne an.

 

Perleberg findet sich damit wieder im Kanon der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg, die facettenreich die Auswirkungen der Reformation unter dem Titel „Reformation findet STADT“ beleuchtet.

 

Projektkoordination: Martina Hennies, Stadt Perleberg


 

 

Kulturland 2016

 

Handwerk zwischen gestern & übermorgen

AG-Thema: „Kulturgut Handwerk- Handwerk zwischen Tradition und Innovation“

Perleberg: „HandArbeit! Handwerk im Zwiespalt der Zeiten“

 

In der Stadtgeschichte Perlebergs waren Handwerk und Gewerbe jahrhundertelange dominierend. Mit besonderer Planungskompetenz, Innovation und Meisterschaft gestalteten Handwerker die Stadt zu einem soliden wirtschaftlichen, sozialen und politisch belastbaren Gefüge, das heute als historischer Stadtkern wahrgenommen wird. In der Gegenwart wäre die Stadtsanierung ohne die auf Denkmalpflege spezialisierten Handwerksbetriebe nicht möglich.

 

Hand-Werk ist zugleich Kopf-Werk. Handgemachte Produkte sind komprimiertes Ergebnis geistiger und praktischer Vollkommenheit der HandwerkerInnen, auf die wohl auch in der Gegenwart und Zukunft niemand gänzlich verzichten möchte.

 

Mehr Informationen und Lesestoff:

 

Begleitflyer:

  • HandArbeit! Handwerk im Zwiespalt der Zeiten in Perleberg (kostenfrei)

 

Perleberger Hefte:

Nr. 12

 

Stellmacher-Rademacher-Wagner. Entwicklung und Wandel eines der ältesten Gewerke in Perleberg

2,50 €

 

Nr. 11

 

Die Rittners. Eine Fleischertradition zwischen 1650 und 1850 im historischen Stadtkern Perlebergs

2,50 €

 

Nr. 6

 

Unter Dach und Fach

Die Geschichte des Perleberger Zimmerhandwerks

1,00 €

 

Nr. 4

 

Perleberger Tischler zwischen Dreißigjährigem Krieg und industrieller Revolution

1,00 €

 

Weitere Hefte: https://www.stadt-perleberg.de/seite/263321/perleberger-hefte.html

 

Magazin der AG Historische Stadtkerne im Land Brandenburg:

  • altstadtlust 1/2016. Mit Beitrag über den Perleberger Uhrmachermeister Michael Preuß und das Perleberger Uhrmachergewerk (kostenfrei)

 

Erinnerungsblättchen (kostenfrei):

  • Tischlermeister Fritz Martins (1890-1956)

  • Erfinder der Haferflocken Johann Friedrich Ludwig Wolff (1838-1910)

  • Fabrikant Echter Perleberger Glanzwichse Carl Ludwig Beutel (1793-1875)

  • Bauunternehmer Max Viereck (1860-1937)

  • Malermeister Erich Rathsack (1906-2007)

 

Jens Nering:

  • Perleberg. Handwerk, Handel und Gewerbe (23,00 €)

 

Erhältlich in der Stadtinformation Perleberg, Großer Markt 12, 19348 Perleberg, Tel: 03876/ 781-522, Email:

                                           

 

Besuchen Sie die 31 Städte mit historischen Stadtkernen!

Informationen: Stadt Perleberg, Frau Hennies, Tel: 03876 781404, , www.stadt-perleberg.de


 

 

Kulturland 2014

 

Preussen – Sachsen – Brandenburg. nachbarschaften im wandel

AG-Thema: Tür an Tür und Haus an Haus – Nachbarschaft(en) in der historischen Stadt

Perleberg: Nachbarschaften im historischen Stadtkern

 

Die Veranstaltungen in Perleberg waren 2014 unter das Motto gestellt: „Vom Eigensinn zum Bürgersinn“. Ein tiefgründiger Begleitflyer erzählt über Einheimische und Neubürger, über gute und böse Nachbarn, Vertreibung und Toleranz innerhalb der Perleberger Stadtgrenzen.

 

Das Kulturlandthema inspirierte, den Blick in den Stadtkernen auf einzelne Gebäude, Häusergevierte, Grundstücksbewohner und ihre „Grenzbeziehungen“ zu richten. In Perleberg begegneten sich Einheimische und Fremde, Nachbarn und Gäste sowie verschiedene Generationen. Im Mehrgenerationenhaus fand zwischen Seniorinnen und Jugendlichen der Produktionsschule des CJD ein Austausch über Berufsmöglichkeiten früher und heute statt, der auf beiden Seiten das Verständnis für die Nöte der Vergangenheit und Gegenwart beförderte.

 

Höhepunkt des Jahres war Ende Juni die 775-Jahrfeier mit dem ungewöhnlichen Konzept der Erlebnispunkte. Die Perleberger erlebten mit tausenden Gästen ein pralles Wochenende voller Lebensfreude, Harmonie und Toleranz. Der historische Stadtkern verzauberte die Besucher an fast 50 Örtlichkeiten, lebendige Geschichte und Gegenwart aufzunehmen. Historische Gruppen in Kostümen und ihre Darbietungen ermöglichten einen begehbaren Festumzug vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Das war lebendige Stadtgeschichte an authentischen Örtlichkeiten!

 

Im November erinnerten sich die Perleberger u. a. in einer Podiumsdiskussion an den 25. Jahrestag des Mauerfalls. Die Gesprächsteilnehmer versicherten sich ihrer damaligen Ängste und Hoffnungen, berichteten von bitteren Erfahrungen und ihren Erwartungen an die deutsche Einheit. Im kleinen Sitzungssaal wurde die vielbeachtete Ausstellung zur Stadtsanierung wiederholt gezeigt.


 

 

Kulturland 2013

 

spiel und ernst - ernst und spiel. Kindheit in Brandenburg

AG-Thema: Alte Stadt – jugendfrei?!

 

Der Perleberger Beitrag im Kulturlandjahr 2013 war ein Jugendprojekt in Zusammenarbeit mit dem Gottfried-Arnold-Gymnasium und näherte sich mit Veranstaltungen im Spannungsfeld zwischen individuellen Lebensplänen und Stadtsanierung den gegenwärtigen Perspektiven junger Menschen in einer alten Stadt. Die Jugendlichen erarbeiteten u.a. eine vielbeachtete Ausstellung zum Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Unbequeme Denkmale“ und provozierten damit eine Generationen übergreifende Auseinandersetzung mit dem Leben in historischer Bausubstanz.

 

Das Kommen und Gehen junger Leute war das zentrale Thema des Jugendprojektes, das im Herbst in einer großen Podiumsdiskussion zwischen Jugendlichen und Städteplanern seinen Abschluss fand.

 


 

 

Kulturland 2011

 

LICHT SPIEL HAUS  -  moderne in film. kunst. baukultur

AG-Thema: Bewegte Bilder - Bewegte Städte

Perleberg: Heiße Küsse und Kalter Krieg.

Kinos in Perleberg: Projektionen für Idyllen und Feindbilder

 

Ein Jahrhundert Filmgeschichte wurde im Kulturland Brandenburg 2011 thematisiert. Insbesondere hat die Stadt auch ein Jahrhundert Kinogeschichte zu erzählen! Am 1.11.1912 eröffnete das Union-Lichtspieltheater in der Wollweberstraße.

 

Auch an anderen Örtlichkeiten im historischen Stadtkern wurde über Kinos erzählt, so z.B. über drei Kinosäle innerhalb der Altstadt, über Ereignisse in der Stadtgeschichte, die verfilmt wurden und die Gegenwart, in der die Stadt bereits für vier Filme Drehort war. Ein Stummfilmstar und eine DEFA-Schauspielerin waren in Perleberg zu Hause, denen sich einzelne Veranstaltungen widmeten. Schließlich gab es für große Leute „Flimmerstunden“ und für kleine Leute das 20. Kinderfilmfest des Landes Brandenburg in Perleberg.


 

 

Kulturlandprojekt 2010

 

Mut & Anmut. Frauen in Brandenburg-Preußen

AG-Thema: Frauen machen Stadt

Perleberg: Frauen stehen ihren Mann

 

Ein Veranstaltungsprojekt stellte vier Perleberger Frauenschicksale aus vier Jahrhunderten und ihre Erinnerungsorte im historischen Stadtkern vor.


 

 

Kulturlandprojekt 2009

 

Freiheit Gleichheit Brandenburg. Demokratie und Demokratiebewegungen

AG-Thema: WendePunkte – Wiederentdeckung der historischen Stadtkerne

Perleberg: Aufbruch zum Umbruch?

 

Eine Broschüre erinnerte an die Veränderungen und Ereignisse in Perleberg zwischen 1990 und 2000, dem ersten Jahrzehnt nach der friedlichen Revolution.


 

 

Kulturlandprojekt 2008

 

Provinz und Metropole - Metropole und Provinz

AG-Thema: Mittelpunkte. Märkte, Plätze und Handel in den historischen Stadtkernen

Perleberg: Die Bäckerstraße. Vom Straßenmarkt zur Fußgängerzone

 

Das Perleberger Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt erzählte über Auswanderer, Geschäftsleute, Bauherren und ihre Häuser in einer der bedeutendsten Straßen der Stadt. Bevor diese Straße 1974 zur Fußgängerzone erklärt wurde, rollten hier acht Jahrhunderte die unterschiedlichsten Gefährte hindurch.

 


 

 

Kulturlandprojekt 2007

 

Fokus Wasser

AG-Thema: gebändigt. genutzt. gewonnen.  Wasser in den historischen Stadtkernen

Perleberg: Hansestadt im Fluss

 

Etwa 400 x 600 Meter misst der historische Stadtkern – eine Insel, umflossen von den Armen der Stepenitz. Welche Bedeutung das Wasser für die Perleberger spielte – schließlich wurden einige durch den Handel bis zur Nord- und Ostsee wohlhabend, führte das Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt vor Augen. In der Gegenwart ist das Thema Hochwasserschutz von großer Bedeutung für die Bürger.


 

 

Kulturlandprojekt 2006

 

Baukultur

AG-Thema: Bürgerbauten in den historischen Stadtkernen

Perleberg: Unter Dach und Fach. Bürgerbauten in Perleberg

 

Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt lud dazu ein, beispielgebende Bürgerhäuser in der Stadt genauer zu betrachten, Details zu entdecken, Veränderungen durch Geltungsbedürfnis oder Zeitgeschmack und Bautechnologien nachzuvollziehen.


 

 

Kulturlandprojekt 2005

 

1000 Jahre Christentum in Brandenburg

AG-Thema: Gott und die Welt. Kirchen in den historischen Stadtkernen

Perleberg: Kirche im GeBrauch?!

 

Was hat uns die Kirche heute noch zu sagen? Diese Frage hat an Aktualität nichts verloren. Sie stand auch zur Zeit der Reformation im Raum, wiederholte sich während der Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges und Zweiten Weltkrieges und führte gleichfalls in der friedlichen Revolution zu der Erkenntnis: Unsere Kultur ist von christlichen Werten geprägt.