Wenn die Glocken auf Sankt Jacobi schweigen – Am Kirchturm der Sankt-Jacobi-Kirche beginnen die Bauarbeiten
Noch bis zum Sonntag, 26. Oktober, sind die Glocken der Sankt-Jacobi-Kirche zu hören. Danach werden sie für längere Zeit verstummen, denn auf dem Kirchturm beginnen die lange geplanten und notwendigen Bauarbeiten. Wer die Glocken noch einmal hören möchte, der sollte am Sonnabend, 25. Oktober, zur Bikerandacht auf den Großen Markt oder am Sonntag, 26. Oktober, zum Gottesdienst kommen, den die Glocken um 9.30 und 10.30 Uhr einläuten, oder zu den üblichen Zeiten des Mittagsläutens um 12 Uhr und des Feierabendläutens um 18 Uhr.
Die Bauarbeiten beginnen am Montag für alle sichtbar mit den Gerüstaufbau. Danach erfolgen die Entfernung des Mittelsteges aus der Schalllukenöffnung sowie die Demontage der alten Glocken. Der alte Glockenstuhl und die Glockenebene werden zurückgebaut bevor die Mauererarbeiten beginnen. Es entsteht ein neuer Ringanker zum Tragen des neuen Glockenstuhles. „Bis zum Jahresende sollen diese Arbeiten abgeschlossen werden“, so Gerhard Gundske vom Gemeindekirchenrat. „Im Januar/Februar geht es dann weiter mit dem Aufbau des neuen Glockenstuhls und der neuen Glockenebene.“
„Wenn alles reibungsläuft abläuft, dann werden die sechs neuen Glocken im März in den Glockenstuhl einziehen“, ergänzt Klaus-Dieter Graf, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates. „Sie sollen erstmalig zu Ostern 2026 erklingen.“
Insgesamt hat das Vorhaben der Turmsanierung drei Bauabschnitte: 1. Sanierung der Außenfassade, 2. Glockenebene, Glockenstuhl und Glockeneinbau, 3. Treppenaufgang. „Den zweiten Bauabschnitt haben wir vorgezogen“, so die beiden Gemeindekirchenratsmitglieder.
Seit 1918 hängen die beiden Stahlgussglocken im Turm der Sankt-Jacobi-Kirche. Die fünf Bronzeglocken, die bis zum November 1916 hier hingen, sind beim Brand zerstört worden. Teilweise schmolzen sie, teilweise fielen sie herunter. 2021 hatte die Kirchengemeinde sechs neuen Glocken mit den Namen Josef, Maria, Matthias, Ludgerus, Anna und Barbara von der Essener katholischen Gemeinde Sankt Josef Ruhrhalbinsel erworben. Eine fünfstellige Summe habe die Gemeinde dafür bezahlt, hatte Pfarrerin Verena Mittermaier damals berichtet. Möglich wurde dies insbesondere durch die Spenden, die der Förderverein Kirchturmspitze über Jahre erwarb.
Bauarbeiten mit Sperrungen des Kirchplatzes verbunden
Wenn am Montag, 27. Oktober, die Bauarbeiten beginnen wird der Kirchplatz in Höhe des Kirchturmes halbseitig gesperrt. Die Bauarbeiten sind bis zum 5. April 2026 geplant. In dieser Zeit kommt es viermal zu Vollsperrungen des Kirchplatzes. Das wird’s dann sein, wenn die alten Glocken aus dem Turm entfernt werden, wenn die Betonpumpe im Einsatz ist, wenn das notwendige Baumaterial angeliefert wird und schließlich zum Einhängen der neuen Glocken.
Die Termine für die Vollsperrungen werden rechtzeitig bekannt gegeben
Spenden für die Kirchturmsanierung benötigt
Für das Gesamtvorhaben der Kirchturmsanierung bittet die Kirchengemeinde um weitere Spenden, so Pfarrerin Verena Mittermaier. „Die ersten beiden Bauabschnitte sind weitgehend ausfinanziert. Gelder werden noch für den Treppenbau benötigt.“
Wer Spenden möchte, der kann dies über folgendes Spendenkonto tun: Kirchenkreisverband Prignitz, IBAN DE36 1605 0101 1311 0001 07, Zweck: Gesamtkirchengemeinde Perleberg-Land Kirchturm/Glocken.
Bild zur Meldung: Foto: Rolandstadt Perleberg/Renè Hill | Klaus-Dieter Graf und Gerhard Gunske vor den beiden gusseisernen Glocken, die am Sonntag letztmalig zu hören sind.
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