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Vortragsabend im Stadt- und Regionalmuseum: „Das Massengrab von Wittstock (1636) - Der Tod als steter Begleiter im Dreißigjährigen Krieg“ mit Anja Grothe

Perleberg, den 09.​03.​2026

Zu einem weiteren Vortragsabend lädt das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg am Montag, 16. März, um 19 Uhr ein. Der Vortrag mit Anja Grothe M. A. widmet sich dem Thema „Das Massengrab von Wittstock (1636) - Der Tod als steter Begleiter im Dreißigjährigen Krieg“.

 

Die Archäologin Anja Grothe ist seit 2019 Leiterin des Stadtmuseums Brandenburg an der Havel. Für das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum leitete sie u. a. 2007 die Ausgrabungen an einem im Frühjahr 2007 beim Kiesabbau in einer Grube südlich der Stadt Wittstock entdeckten Massengrab auf dem Schlachtfeld von Wittstock vom Jahre 1636. Aus den Ergebnissen dieses damals allerersten modern untersuchten Soldatengrabes von einem Schlachtfeld des 30jährigen Krieges entstand die Sonderausstellung „1636 – ihre letzte Schlacht“, die 2012 im Landesmuseum in Brandenburg an der Havel zu sehen war und danach in München (Prähistorische Staatssammlung), Dresden (Militärhistorisches Museums der Bundeswehr) und Emden (Rüstkammer) gezeigt wurde.

 

Eine der gewaltigsten Feldschlachten des gesamten Krieges tobte im Herbst am 4. Oktober (nach julianischem Kalender 24. September) 1636 vor den Toren der alten Bischofsstadt Wittstock. Hier trafen 16.000 Schweden unter dem schwedischen Feldmarschall Johan Banér und dem schottischen Feldmarschall Alexander Leslie auf das vereinte, 22.000 Mann starke kaiserlich-kursächsische Heer unter Melchior Graf von Hatzfeldt und Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen. Die verbündeten Truppen erlitten in der Schlacht eine empfindliche Niederlage und mussten im Schutze der Nacht das Schlachtfeld fluchtartig verlassen. Man schätzt, dass in und nach der Schlacht etwa 6.000 bis 8.000 Soldaten umkamen. 

 

2007 entdeckte man bei Grabungen auf dem Schlachtfeld ein Massengrab, das nach der Schlacht hier angelegt wurde. Die Mehrzahl der 125 hier beigesetzten Soldaten hatte das 21. bis 36. Lebensjahr erreicht. Sechs Männer waren im jugendlichen Alter von nicht einmal 20 Jahren verstorben, lediglich einer wurde älter als 40. Das durchschnittliche Sterbealter lag bei 28 Jahren. Über die Auffindung und die wissenschaftliche Untersuchung des Soldatengrabes berichtet die Archäologin Anja Grothe ausführlich in ihrem Vortrag.

 

Eine Aussichts- und Gedenkplattform auf dem Scharfenberg bei Wittstock / Dosse wurde im Jahre 2011 zum 375. Jahrestag der Schlacht eingeweiht und informiert heute über den historischen Hergang der Kampfhandlungen. Sie ist zugleich eine Gedenkstätte für die Opfer dieser blutigen Schlacht. Die Gedenkstätte ist heute Teil der Zentralen Archäologischen Orte in der Prignitz (ZAO). Das Schlachtfeld von Wittstock mahnt uns gerade auch in der aktuellen Situation: Nie wieder Krieg!

 

Wie immer bitten die Museumsmitarbeiter für eine bessere Planung um rechtzeitige Anmeldung zum Vortragsabend via Telefon 03876 781-422 oder E-Mail: .

 

Bild zur Meldung: Schlacht bei Wittstock, zeitgenössischer Kupferstich

Mehr Meldungen finden Sie [hier] im Archiv.


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