Perleberger Museenlandschaft

 

Das Leben ist voller Eindrücke, Proben und Wendungen. Glücksmomente folgen ungewissen Augenblicken. Das will man mitteilen, und genauso dachten Generationen vor uns, indem sie ihre Erinnerungsstücke, die diese Erfahrungen verkörpern, in die Sammelstelle "Museum" einbrachten:

Zeugnisse ihrer Festtags- und Alltagskultur, Gegenstände aus ihrer Arbeitswelt, skurrile Dinge, Kunstgegenstände, Bild- und Schriftdokumente.

 

Diese erschließen sich nur, wenn man auch ihre Geschichte tradiert. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts erfährt die Museumskultur eine Ergänzung der bis dahin wertvollen Sammlungen eigentümlicher Gesichtserzeugnisse. Auch düstere Kapitel der Vergangenheit werden nunmehr museal aufgearbeitet und in Ausstellungen präsentiert. Damit vervollständigt sich das Abbild vergangener Lebensumstände.

 

Wem ist schon bewusst, dass die Perleberger Museen Sammelstücke aus 14.000 Jahren aufbewahren? Wenn man sich den Museumssammlungen zuwendet, entdeckt man neue Welten und nähert sich der Gedanken- und Gefühlswelt ihrer ehemaligen Eigentümer.

 

 

Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

Gegründet 1905 zeigt das Museum auf drei Ausstellungsebenen:

Archäologie der Prignitz, Perleberger Stadtgeschichte und Ländliche Volkskunde. Highlights sind u.a. kostbare bronzezeitliche Funde aus dem Umfeld des Seddiner Königsgrabes, sakrale Kunst sowie ein Kolonialwarenladen von 1896.

 

Oldtimermuseum Perleberg e. V.

Das Museum bietet etwa 50 Fahrzeige und etliche Kuriositäten:

vom Fahrrad mit Hilfsmotor bis zu Motorädern, PKW und Traktoren. Über allem schwebt ein Flugzeug-Eigenbau mit Trabantmotor, vorgesehen für die Flucht aus der DDR.

 

DDR-Geschichtsmuseum im Dokumentationszentrum Perleberg

Zu sehen sind neben Relikten aus dem realexistierenden Sozialismus, Exponate aus dem Alltag der DDR:

Küche, Wohn-, Kinder- und Schlafzimmer, Landwirtschaft, Konsum (Bereich: Lebensmittel, Uhren, Foto, Rundfunk, Fernsehen), eine Gaststätte und Zeugnisse ideologischer Indoktrination.

 


Text: Martina Hennies | Ergänzungen: Frank Riedel, Stadt Perleberg