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Kranzniederlegung zum "Tag der Befreiung"

08. 05. 2020

Die Ehrung der sowjetischen Gefallenen der Roten Armee fand heute, zum 75. Jahrestag der Befreiung, im engsten Kreis geladener Gäste statt.

 

Bürgermeisterin Annett Jura und Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, Rainer Pickert, ehrten mit einer Kranzniederlegung am Grahlplatz die Opfer des 2. Weltkrieges. Landrat Torsten Uhe und Kreistagsabgeordneten Harald Pohle sowie Kamo Pogosjan und Mher Stepanjan, russische Vertreter der ehemaligen sowjetischen Offiziere die in Perleberg gedient haben, schlossen sich ebenfalls dem Gedenken mit einer Schweigeminute an.

 

Im nachfolgenden Videobeitrag erinnert Bürgermeisterin Jura in Ihrer Rede, am Beispiel des Zeitzeugen Marcel Reich-Ranicki, an das Kriegsende 1945:

 

Perleberg gedenkt zum "Tag der Befreiung". 75 Jahre Ende des zweiten Weltkriegs.

Herausgeber: Prignitz Online TV, veröffentlicht am 08.05.2020


In den letzten Tagen des 2. Weltkrieges ereigneten sich unvorstellbare Vorgänge. Bis zum letzten Moment agierten fanatische deutsche Täter. Am 1.5.1945 wurde in Perleberg als eines der letzten Opfer des Krieges der desertierte Wehrmachtssoldat Wilhelm Rahde standrechtlich erschossen. Am 2.5.1945 trafen Angehörige der Roten Armee in Perleberg ein. Ihnen war der Major Lechleitner mit einer weißen Fahne in der Pritzwalker Straße entgegen gegangen, um die Stadt Perleberg vor der Zerstörung zu bewahren. Auch dieser entschlossene Mann hätte in letzter Minute als „Wehrkraftzersetzer“ erschossen werden können. Niemand kann heute den Mut und die Angst der damaligen Zeitzeugen ermessen. Das gilt in gleicher Weise für die Sowjetsoldaten, die die Stadt einnahmen.

 

Auf dem Grahlplatz, welcher 1946 als sowjetischer Ehrenfriedhof gestaltet worden war, sind laut russischer Botschaft 91 Angehörige der Roten Armee bestattet, darunter 65 Namenlose. Auf dem Perleberger Grahlplatz sind Beisetzungen vollzogen worden von Toten, die zwischen dem 21.4.1945 und 4.11.1946 starben. Aus Berge wird berichtet: Der sowjetische Führungspanzer preschte am 3.5.1945 nach Groß Berge mit hohem Tempo herein. In einem Ausweichmanöver vor den Flakgeschützen drehte der Panzer unvermittelt vor einem Bauernhaus, wobei ein aufsitzender Infanterist herunterfiel und von der Panzerkette tödlich verletzt wurde. Seine Kameraden begruben ihn unter einem Kirschbaum, später wurde er auf dem Berger Friedhof bestattet. Später erfolgte seine erneute Umbettung auf den sowjetischen Ehrenfriedhof in Perleberg.

 

Foto: Stadt Perleberg | Pickert und Jura am Mahnmal nach der Kranzniederlegung.

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