Volkstrauertag 2021 | Zeichen setzen! Gemeinsam gegen das Vergessen!

05. 11. 2021

Bürgerinnen und Bürger der Rolandstadt Perleberg, der Prignitz sowie Vereine, Verbände, Schulen und sonstige Organisationen sind aufgerufen, sich zusammenzufinden und gemeinsam innezuhalten während der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag 2021 am Sonntag, 14. November 2021, um 10:30 Uhr. Auf dem Evangelischen Waldfriedhof Perleberg (Treffpunkt linker Nebeneingang Wilsnacker Straße, um 10:15 Uhr), wo allein mehr als 300 Tote beider Weltkriege bestattet wurden, findet an der Kriegsgräberstätte III die Kranzniederlegung statt.

 

Am 1. September 1939 begann der von Hitlerdeutschland entfesselte Zweite Weltkrieg. Er stellt bis heute den größten militärischen Konflikt in der Geschichte der Menschheit dar. Direkt bzw. indirekt waren über 60 Staaten am Krieg beteiligt. Zwischen 60 und 70 Millionen Tote sind zu beklagen. Flächenbombardements rissen tiefe Wunden. Dem Holocaust fielen 6 Millionen europäische Juden zum Opfer. Atomwaffen wurden gezündet.

 

Vor 76 Jahren, im Frühjahr 1945, kam dieser Krieg in die Prignitz. Er endete in Perleberg am 2. Mai 1945 mit der Einnahme durch die sowjetische 5. Garde-Kavallerie-Division, Zivilisten und Soldaten, Einheimische und Flüchtlinge, Namenlose, Menschen anderer Nationalitäten und sowjetische Kriegsgefangene, Erwachsene und Kinder verloren gewaltsam ihr Leben.

 

Von Helene Schutzius (10.02.1945 bis 12.03.1945) gibt es kein Bild, nur die Erinnerung. Sie wurde nur 31 Tage alt, starb auf der Flucht am 12. März 1945 auf dem Wagen kurz vor Perleberg. Ihr kurzes Leben ist aber den Menschen, die zu ihr gehörten, ein Leben lang unauslöschlich im Herzen geblieben. Das Perleberger Erinnerungsblättchen Nr. 24 ist ihrem Andenken gewidmet. Helene Schutzius' Tod erinnert stellvertretend und ganz individuell an das vielfache Leid, das jeder Krieg verursacht, und unsere Verantwortung in der Gegenwart, den Frieden zu bewahren.

 

Bild zur Meldung: Stadt Perleberg | Abbildung Grabstein auf dem ev. Waldfriedhof in Gedenken an die Opfer des Krieges