Vortrag: Verkaufte Vasallen. Das Land Wusterhausen und sein Adel zwischen Prignitz und Ruppin vom 14. bis zum 16. Jahrhundert

08.03.2018

Fortsetzung der Jahresvortragsreihe 2018 des Stadt- und Regionalmuseums am Montag, 19.03.2018 um 19.00 Uhr

 

"Verkaufte Vasallen. Das Land Wusterhausen und sein Adel zwischen Prignitz und Ruppin vom 14. bis zum 16. Jahrhundert" mit André Stellmacher, Historisches Institut der Universität Potsdam

 

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts kamen erst pfand-, später lehnsweise die Städte und Lande Gransee und Wusterhausen an die Grafen von Arnstein, die ihre Herrschaft Ruppin dadurch erheblich vergrößerten. Der Vortrag wird sich auf den westlichen, zur Prignitz gehörenden Landesteil konzentrieren. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Erwerbungsgeschichte des einst von den Edlen von Plotho zwischen den Flüssen Jäglitz und Temnitz begründeten Landes Wusterhausen, dessen innere Verfassung und das Verhältnis der Grafen von Lindow-Ruppin zum ansässigen Adel. Eingebettet ist die Geschichte in das mittelalterliche Spannungsgefüge zwischen den weitaus mächtigeren Nachbarn Brandenburg und Mecklenburg.

 

André Stellmacher wurde 1987 in Frankfurt (Oder) geboren. Er studierte ab 2006 an der Universität Potsdam Geschichte und Deutsch. Seitdem beschäftigt er sich mit der Historie Brandenburgs in Mittelalter und Früher Neuzeit, wodurch er zur Erforschung des Landes Ruppin kam, was sich in seiner bald erscheinenden Dissertation über den Ausbau und die Aufrechterhaltung der Herrschaft über das Land Ruppin durch die Grafen von Arnstein im Spätmittelalter widerspiegelt. Bei Klaus-D. Becker (Potsdam) erschien 2014 zusammen mit Lutz Partenheimer „Die Unterwerfung der Quitzows und der Beginn der Hohenzollernherrschaft über Brandenburg“; in diesem Jahr bringt derselbe Verlag „J. F. Chr. Kampe: Ältere Geschichte des Landes Ruppin und der Stadt Neuruppin“, ein vergessenes Manuskript, das von Stellmacher bearbeitet und kommentiert wurde.

 

Der Eintritt beträgt 5,- Euro, ermäßigt 3,- Euro.

 

Foto: Wusterhausener Siegel an einer Urkunde von 1427 | Foto: SRM

Perleberg