20. Perleberg-Festival – „Türen öffnen sich zur Stadt“ 10.06.2017

08.03.2017

Ganz konsequent ging das Perleberg-Festival seinen eigenen Weg, losgelöst von kommerziellen Zwängen oder musikalischen Trends. Es gibt Jubiläumsfeiern, Jubiläumsalben, Jubiläumstourneen, Jubiläumskonzerte usw., aber dieses Festival will keinen Aufguss von längst Vergangenem, sondern vor allem Neues. Das Perleberg-Festival will die Sehnsucht nach dem Neuen, Ungehörten, Ungesehenen wecken und spiegelt einmal mehr die Vielfalt der internationalen Musik wider. 

 

Das 20. Perleberg-Festival ist zum Fröhlich sein und so erklingt Musik aus Brasilien, Kuba, Deutschland u. a. Ländern. Es gibt Latin, Jazz, Klezmer, Flamenco und ein Abschlusskonzert zum Mitsingen und Tanzen – also doch eine feierträchtige Abschnittsmarkierung! 

 

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“ (Friedrich Nietzsche, Philosoph)


„Unsere Musik stärkt die Freiheit.“ (Danilo Perez, Pianist)

Es gab die Überlegung, ein „The Best of 20 years Perleberg-Festival“ zu veranstalten. Seit 1997 traten über 260 Bands beim Perleberg-Festival auf! Ein „Best of“ ist also schier unmöglich.
 

 

Uhrzeit

Gymnasium

Judenhof

Museum

16:00

 

 

 

16:30

 

B3

 

17:00

 

 

Marcos Mendonca

17:30

 

 

 

18:00

 

Caminho

 

18:30

 

 

e la luna

19:00

Mi Solar

B3

 

19:30

 

 

Marcos Mendonca

20:00

 

Caminho

 

20:30

 

 

e la luna

21:00

Stoppok

 

 

22:00

 

 

 

23:00

Five Men On The Rocks

 

 

 


 

B3 (D) – kurzweiliger Mix aus Jazz, Rock, Funk und Blues


Die Freiheit des Jazz trifft auf die Energie des Rock: B3 verschmelzen ausgetüftelte Arrangements und lebendige Spielfreude zu intelligenten Songs mit starken Melodien und drückenden Grooves. Eingängig und kompakt, treibend und entfesselt – hier kommen Rock-Pop-Liebhaber und Jazz-Verrückte gleichermaßen auf ihre Kosten. Die Musiker der Band sind die „unbekannten Bekannten“.
Keyboarder Andreas Hommelsheim spielte u. a. mit Alphonse Mouzon, Jon Lee und Gerry Brown und arbeitete mit Nena, Nina Hagen, Max Raabe usw. Er ist preisgekrönter Music-Producer deutscher Fassungen berühmter Filmproduktionen, wie z. B. „Arielle“, „Die Schöne und das Biest“, „Der Glöckner von Notre Dame“ bis hin zu „Ice Age 4“. Als Produzent des deutschen Original-Soundtracks zu „König der Löwen“ erhielt er die „Goldene Schallplatte“.
Ron Spielmans (Sänger und Gitarrist) Auftritte in wechselnden Formationen genießen längst Kultstatus. Im Rahmen der „Stoppok und Artgenossen“-Konzerte spielte er auch mit Stoppok. Auftritte mit Flo Mega, Stevie Wonder, Chick Corea und anderen zieren seine Vita.
Jazz, Rock, Funk und Blues fusionieren zu einer imaginären Kraft, die angetrieben wird von einem unglaublichen Groove, der Christian Kraus am Bass und Lutz Halfter am Schlagzeug zu idealen Bandkollegen macht.


(16.30 und 19.00 Uhr, Judenhof, Parchimer Str. 6)

 


 

Caminho (CHL, D) – Vielfalt der südamerikanischen Musik


Caminho feierte im vergangenen Jahr 20-jähriges Bestehen. Die Band um den chilenisch/deutschen Musiker Alejandro León Pellegrin ist seit 1996 deutschlandweit unterwegs. Die Acoustic-Band brilliert durch Virtuosität und ihre Bühnenpräsenz. Die Konzerte sind einerseits anspruchsvoll und konzertant gestaltet, zum anderen durchaus „partytauglich“.
Die Band bietet einen facettenreichen Blick auf die Musik Südamerikas. Der Zuhörer wird Salsa, Bossa-Nova, Samba, aber auch Jazz, Funk und Reggae in der Caminho-Musik entdecken.
Das Publikum wird mit Spielfreude und filigranen Arrangements an die Hand genommen und mit Leichtigkeit in das verschiedenfarbige Konzertlicht getaucht.


(18.00 und 20.00 Uhr, Judenhof, Parchimer Str. 6)

 


 

Mi Solar (Cub, F, D) – Salsa und Artverwandtes mit Tanzzwang


„Solar“ – so heißen die Innenhöfe der alten Mietskasernen in Havannas Altstadt, wo Musik zum Alltag gehört. Als seien Perleberg und Malecon Parallelstraßen, bieten die aus Kuba, Frankreich und Deutschland stammenden Musiker jenen homogenen authentischen Sound, der in jeder Radiostation zwischen Miami und Varadero Dauergast wäre. Die Band setzt auf Fusion, wobei der Ausgangspunkt Salsa ist, aber Rap-Elemente finden sich genauso wieder wie Reggaeton, ChaChaCha- oder Jazz-Parts. Mi Solar spannt den weiten Bogen von traditioneller bis hin zu moderner kubanischer Musik. Die Band wagt innovative Arrangements lateinamerikanischer Klassiker und überrascht mit rasanten Eigenkompositionen: Salsa und Timba treffen auf Pop, Funk und Latin-Jazz, um zu einem eigenen weltmusikalischen Sound zu verschmelzen.
Salsa ist die Flut und Mi Solar der Mond, der sie bewegt.


(19.00 Uhr, Gymnasium, Puschkinstr. 13)

 


 

…e la luna? (I, D) – Canzoni Italiane – Musik, die glücklich macht


Das Trio …e la luna? spielt seit 1997 (noch ein Jubiläum) in gleicher Besetzung und überaus erfolgreich zusammen. Das Programm besteht aus italienischen Liedern der 50er Jahre bis zur Gegenwart und den Einflüssen aus Jazz, Pop, Latin und Klassik. Die Musik, Conzani Italiane, kommt in den originellen Arrangements zu besonderem Ausdruck. Die Sängerin Eva Spagna ist in Florenz geboren und hat die Originale im Blut, das musikalische Fundament kommt von Holger Schliestedt (g) und Martin Klenk (c, sax). …e la luna? haben sich mit den Aufnahmen zu „Cinema“ auch schon der Musik des italienischen Films auseinandergesetzt. Ironie und Melancholie – beides schafft …e la luna? auf wundersame Weise zu vereinen. Konzerte der Band sind nie bloße Nummernrevuen, sondern humorvolle Kommunikationsangebote.


(19.00 und 20.30 Uhr, Museum, Mönchort 7-11)

 


 

Stoppok & Worthy (D, USA) – Chanson, Lied, Musik – Beweg dein Herz zum Hirn


Songtexte wie „Ich bin wieder hier im Revier“ wird man von Stefan Stoppok nie hören. Er setzt sich lieber mit „Dumpfbacke“(n) oder „Pappnasen“ auseinander (Titel von 1982, der heute aktueller als je zuvor ist). Er ist auch schon mal „Nach New York geflogen“, hatte zweimal „Ärger“, meint „Du brauchst Personal“ und erzählt von „Willie und Gerd“. Das passiert alles bei „Learning by burning“. Der „Andere“ ist aber auch noch da und das heißt „Hart sein“. Aber – „Denk da lieber noch mal drüber nach“.  Von einem Musikprofessor erhielt Stoppok den Tipp, doch lieber die Finger von der Musik zu lassen, was ihn zu einer Trotzreaktion veranlasste.  Ab Mitte der 70er Jahre fährt er als Straßenmusiker durch die Länder Europas und lernt als Autodidakt nahezu jedes Saiteninstrument spielen. Nach und nach entwickelt er so seinen eigenwilligen Stil aus Folk, Blues und Rock mit deutschen Texten, die es inhaltlich in sich haben. Man nennt ihn auch „Pott-Poet“.
Stoppok kommt im Duo mit dem Bassisten Reggie Worthy. Ihr intensives Zusammenspiel lässt selbst "Zwischen Twen Tours und Seniorenpass“ beste Stimmung aufkommen, es gibt ein „Happy End“, dann bist du „Fan von“, denkst „Tage wie dieser“ und morgen „Erzähl’s Deim‘ Frisör“.
(Übrigens: „Wenn du weggehst“, denke daran, „Er weiß Bescheid“, denn Stoppok hat auch die Filmmusiken zu „Das Superweib“ und „Was nicht passt, wird passend gemacht“ geschrieben.)


(21.00 Uhr, Gymnasium, Puschkinstr. 13)

 


 

Five Men On The Rocks (D) – Bei viel „Gleichstrom!Wechselstrom“ „Kommt zusammen“


Die Band spielt in dieser Besetzung seit 1999 Gitarrenrock überwiegend der 70er Jahre.
Von reichlich AC/DC, Deep Purple, ZZ Top, CCR bis hin zu eigenen Songs kling alles, wie aus einem Stück geschmiedet, eben unverkennbar Five Men On The Rocks. Davon konnten sich auch im Jahr 2006 Deep Purple überzeugen, denen Five Men On The Rocks als Support in Rostock „dienen“ durfte. Besonders prägend für den Sound ist die Stimme des charismatischen Sängers Jan „Lally“ Gladrow. Mit geschlossenen Augen meint man, der Sänger der australischen Gleichstrom/Wechselstrom-Urgesteine hätte sich für diese Rostocker Band entschieden. Die gesamte Show ist aber „Teamwork“, es wird gemeinsam geschwitzt, gedroschen, explodiert, gefühlt, zelebriert – Musik gelebt …
„Let’s Dance“


(23.00 Uhr, Gymnasium, Puschkinstr. 13) 

 


 

Marcos Mendonca & Tito Araujo (BRA) – Der Sound Brasiliens – „Demasiado Corozon“


Die beiden Brasilianer werden den Museumsinnenhof mit dem Zauber brasilianischer Rhythmen erfüllen. Marcos und Tito überzeugen nicht nur durch ihr musikalisches Können, sondern mit einer wirklich authentischen Performance. Trotz und gerade wegen der minimalistischen Instrumentierung sind es die kleinen musikalischen Effekte, die das abwechslungsreiche Repertoire zu „Leckerbissen“ für Ohr, Seele und Beine machen.
Die Vielfalt brasilianischer Musik von Samba und Bossa Nova bis zum Samba-Reggae als Schmelztiegel aus brasilianischer Samba und jamaikanischem Reggae wird neben dem typischen Gitarrensound präsentiert mit Cajon, Barimbau und vielen Perkussions-Instrumenten.


(17.00 und 19.30, Museum, Mönchort 7-11)