„Wir wollen als Seniorenbeirat in der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen werden!“
Im September des vergangenen Jahres hat sich der Seniorenbeirat der Rolandstadt Perleberg konstituiert, im Februar wurde er von der Stadtverordnetenversammlung gewählt und somit im Amt bestätigt. Gegenwärtig hat der Seniorenbeirat elf Mitglieder, Vorsitzende ist Sabine Brecht, stellvertretende Vorsitzende Christa Bracklow.
Zum Jahresende wird überall Rückschau gehalten, wird die Arbeit bewertet. Dies will auch der Seniorenbeirat der Rolandstadt Perleberg. „Wir haben in diesem Jahr eine Reihe eigener Veranstaltungen initiiert, haben damit auch den Schritt in die Öffentlichkeit gemacht“, so die Vorsitzende Sabine Brecht. „Die letzte Veranstaltung in diesem Jahr ist am 4. Dezember unsere Adventsfeier im Freizeitzentrum EFFI.“ Über die große Resonanz dieser Veranstaltung freut sich die Vorsitzende. Über 40 Anmeldungen habe es gegeben. In den kommenden Jahren werde für derartige Feiern ein größerer Raum nötig sein.
Diese Veranstaltung will Sabine Brecht nutzen, um die Arbeit des Seniorenbeirates vorzustellen. „Was haben wir gemacht? Was bieten wir an?“, Fragen die sie hier beantworten möchte. Denn sie und ihre Mitstreiter haben ein Ziel: „Wir wollen als Seniorenbeirat in der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen werden! Die Senioren der Stadt und der Ortsteile sollen wissen, dass es uns gibt, dass sie unsere Angebote nutzen.“ Dabei verweist die Vorsitzende auf die Sprechstunde des Seniorenbeirates. Diese findet an jedem ersten Mittwoch im Monat von 9.30 bis 11.30 Uhr im StadtLabor, Bäckerstraße 37 statt. Sabine Brecht wünscht sich, dass die Senioren dieses Angebot mehr nutzen. „Wir wollen wissen, welche Probleme haben die Perleberger Senioren? Ebenso nehmen wir Tipps und Hinweise an, gern auch Ideen für Veranstaltungen. Schließlich wollen wir die Bedürfnisse der Senioren berücksichtigen“, sagt sie. Jeder sei in der Sprechstunde willkommen, selbst wenn er nur mal „Hallo!“ sagen möchte oder etwas erzählen.
Neben der Adventsfeier hat der Seniorenbeirat in diesem Jahr Vorträge organisiert, so unter anderem zu den Themen Steuern und Rente sowie zur gesetzlichen Betreuung. Im Januar waren die Beiratsmitglieder mit der Stadtlinie 941 unterwegs, haben ihre Kritiken an das Verkehrsunternehmen weitergeleitet. Außerdem gab es mit Ute Apitz eine Buchlesung in der Stadtbibliothek BONA.
Von Beginn an arbeite der Seniorenbeirat mit „Pflege vor Ort“-Koordinatorin Nicole Lindemann eng zusammen. Kein Wunder, dass einige Beiratsmitglieder wöchentlich am Seniorenstammtisch teilnehmen. Auch bei der Übergabe der RikschaPerle waren die Senioren präsent, haben mit ihr die ersten Runden gedreht.
„Auch mit dem Bündnis für Familie arbeiten wir zusammen, haben an einigen seiner Veranstaltungen teilgenommen“, sagt Sabine Brecht. Überhaupt sehe sie im Netzwerken einen wichtigen Aspekt, um gemeinsam etwas für die Senioren der Rolandstadt zu bewegen. Deshalb bedauere sie, dass sich die freien Träger, die in der Seniorenarbeit tätig sind, sich mit dieser Zusammenarbeit schwertun würden. „Wir sind keine Konkurrenz! Wir wollen zusammenarbeiten, gemeinsam Angebote schaffen und gestalten“, macht sie ihr Anliegen deutlich.
Für das nächste Jahr gibt es bereits die ersten Planungen. So ist unter anderem ein Vortrag zu Pflege und Pflegegraden geplant. Außerdem wird es ein Seminar zum Verhalten im Verkehr ebenso geben wie eine Informationsveranstaltung zum Thema Trickbetrug. „Hier wollen wir hauptsächlich das Problem der reisenden Baufirmen ansprechen“, erzählt die Vorsitzende. Auch eine Lesung in der Stadtbibliothek BONA soll es wieder geben. Hier arbeitet sie eng mit Bibliotheksleiterin Susann Fritz zusammen. „Für uns ist auch wichtig, dass die Veranstaltungen für den Seniorenbeirat kostenlos durchgeführt werden.“
Sabine Brecht und die anderen Mitglieder sind offen für weitere Vorschläge. „Und vielleicht ist ja jemand unter den Perleberger Senioren, der selbst einmal eine Veranstaltung organisieren möchte. Vielleicht aufbauend auf seine beruflichen Erfahrungen oder aus seiner aktiven Vereinsarbeit heraus. Sprechen Sie uns an!“, wendet sie sich an die ältere Generation der Stadt.
Dieses Angesprochenwerden wünscht sie sich sehr. Deshalb werde sie auf der Adventsfeier Flyer mit den Kontaktdaten verteilen. „Jeder soll unsere Telefonnummer kennen, jederzeit können die Senioren mit uns Kontakt aufnehmen.“ Und so nennt sie gleich die telefonische Verbindung zum Seniorenbeirat: 0175/6915362. „Wenn ich nicht ans Telefon gehen kann, rufe ich zurück“, sagt die Vorsitzende. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich per E-Mail – zu wenden.
Doch jetzt geht’s in den Endspurt, zu den letzten Vorbereitung und die Durchführung der Adventsfeier, für die finanzielle Mittel des Kreisseniorenbeirates genutzt werden können. Und so gibt es Stolle, Kaffee, Tee, Glühwein und weihnachtliches Gebäck. Und dann geht’s da noch um die Vorstellung des Seniorenbeirats und dessen Arbeit, denn „Wir wollen als Seniorenbeirat in der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen werden!“, so das große Ziel für die kommenden Jahre.
Bild zur Meldung: Foto: Rolandstadt Perleberg/Nicole Lindemann | Der Vorstand des Seniorenbeirates: Sabine Brecht (Vorsitzende/rechts) und Christa Bracklow (stellvertretende Vorsitzende).
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